Hallo liebe Missionsfreunde,
Die Zeit in Polen, Gorzow ist für das Missionsteam Paulus vorerst um. Wir dürfen erneut auf eine segensreiche Zeit zurückschauen und uns an dem Freuen, was Gott heute noch macht und wie er in den Herzen der Menschen wirkt.
Am Montag, den 20.11.25 ging die Reise los. Wir kamen nachmittags an, sofort wurden wir mit einem warmen Essen von Piotr und seiner Frau Goscha herzlich empfangen. Wir kannten die beiden nicht, deswegen nahmen wir uns die Zeit einander kennenzulernen. Die beiden sind als Vollzeit Missionare in der Stadt tätig. Dienstagvormittag durften wir dann unseren ersten Gefängnisbesuch erleben. Nach einer strengen Sicherheitskontrolle durften wir einen Gottesdienst gestalten. Piotr hatte selbst geschriebene Lieder gespielt. Es wurden Zeugnisse von uns und den Mitgliedern der Biker Church geteilt, eine kleine Predigt zu den beiden gekreuzigten gehalten und Bibeln verteilt. Die Offenheit für das Evangelium war sehr groß bei den Insassen. Alle haben zugehört und man konnte sehen, wie die gute Botschaft von Jesus an ihnen gearbeitet hat. In persönlichen kurzen Gesprächen durften wir die Insassen näher kennenlernen und das Evangelium und die Wichtigkeit von Gottes Wort nahebringen. Abends durften wir noch Einblicke in Piotrs persönlichen Missionsbereich bekommen. Er trifft sich abends mit bedürftigen, meist Menschen, die unter der Sucht des Alkohols leiden, spielt Lieder für sie und leitet sie durch Fragen zum Glauben. Einer der anwesenden Männer ist durch diese Arbeit zum Glauben an Jesus gekommen und darf heute durch die Gnade mit einem ehrlichen Lächeln strahlen, sein Name ist Darik.
Den Mittwochvormittag verbrachten wir mit einem Frühstück für Bedürftige, die in der Nähe der Gemeinde wohnen. Auch hier teilt Piotr das Evangelium, gibt Raum für Fragen und ermutigt die kleine Runde mit seinen Liedern. Diese Gemeinschaft war sehr berührend. Piotr ist uns durch seine herzliche Arbeit in seinem Umfeld ein großes Vorbild geworden. Abends hatten wir einen Straßeneinsatz in der Stadt. Wir verteilten Bibeln, sangen Lieder und hatten einen schönen Abend mit einigen Glaubensgeschwistern der örtlichen Gemeinden.
Am Donnerstag begann der zweite Gefängniseinsatz. Wir durften bei der Kontrolle der Personalien ein Wunder erleben. Einer der Jungs, die aus Deutschland mitgereist waren, hatte seinen Personalausweis vergessen. Wir dachten er müsste jetzt draußen bleiben, doch er wurde mit reingelassen. Er hatte ein Wort aus dem Römerbrief, dass er gerne teilen wollte. Piotr erklärte uns im Nachhinein, dass sowas noch nie geduldet wurde. In diesem Gefängnis wurden wir herzlich vom Personal willkommen geheißen. Auch das war laut Piotr nicht selbstverständlich. Der Respekt des Insassen gegenüber dem Dienst, den wir tun war bemerkenswert. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass dort wo es am aussichtslosesten scheint, das Evangelium am meisten Raum gewinnt.
Als das Jesus hörte, sprach er:
Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. - Matthäus 9:12
Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. - Matthäus 9:12
Den Mittwochvormittag verbrachten wir mit einem Frühstück für Bedürftige, die in der Nähe der Gemeinde wohnen. Auch hier teilt Piotr das Evangelium, gibt Raum für Fragen und ermutigt die kleine Runde mit seinen Liedern. Diese Gemeinschaft war sehr berührend. Piotr ist uns durch seine herzliche Arbeit in seinem Umfeld ein großes Vorbild geworden. Abends hatten wir einen Straßeneinsatz in der Stadt. Wir verteilten Bibeln, sangen Lieder und hatten einen schönen Abend mit einigen Glaubensgeschwistern der örtlichen Gemeinden.
Am Freitag fuhren wir morgens wieder Richtung Heimat. Wir beschlossen eine spontane Bibelverteilaktion in Berlin durchzuführen. Wir hatten verschiedene Sprachen dabei und durften diese im Görlitzer Park einer der kriminellsten Orte in Deutschland weitergeben. Von Familien bis zu Obdachlosen, jeder der wollte sollte eine Bibel bekommen. Anfangs waren wir sehr angespannt aber die Freude wuchs mit jeder Bibel, jedem Gebet und jedem Gespräch über Jesus. Die Arbeit in den Gefängnissen ist uns nach diesem Einsatz nochmal mehr ans Herz gewachsen. Auch die Schönheit der Tatsache, dass wir in ein fremdes Land kommen, um zu dienen und am Ende mehr bedient wurden, sitzt tief im Herzen dieser Truppe. Gott hat überall seine Leute und da, wo seine Kinder sind, da scheint Licht. Wir freuen uns in Zukunft öfter die Gefängnisse in Gorzow zu besuchen und bedanken uns bei jedem der für diesen Einsatz gebetet hat.
Jeder Haushalt – Ein Neues Testament.
Seit 5 Jahren sind wir als Bible for the Nations in Schweden mit einem großen Auftrag unterwegs: Jeder Haushalt soll ein Neues Testament, das Buch der Hoffnung, mit 128 vierfarbigen Seiten voller Lebensberichte, geschriebener Gebete und dem Evangelium erhalten. Familien mit Kindern werden zusätzlich mit einer Kinderbibel, dem Buch der Hoffnung für Kinder, ausgestattet.
Ein großer Teil Schwedens ist geografisch bereits abgedeckt. Im Jahr 2025 durften wir die Bundesländer Blekinge, Halland und die zweitgrößte Stadt, Göteborg, mit Bibeln versorgen.
Rund 1.000 leidenschaftliche Christen aus Deutschland, Schweden, den USA und Paraguay waren Teil der Mission in diesem Sommer und haben mitgearbeitet. Mitte September konnten wir, dank Gottes Hilfe, die diesjährige Bibelverteilaktion erfolgreich beenden.
Stockholm
Nach jedem Ende kommt ein neuer Anfang: Wir sind direkt in die Vorbereitungen für die Bibelverteilaktion in 2026 gestartet. Jetzt geht es darum, Schwedens Hauptstadt Stockholm mit dem Evangelium zu erreichen. Dazu werden rund die 1,4 Millionen Neue Testamente und 210.000 Kinderbibeln benötigt.
Momentan sieht unsere Arbeit so aus, dass wir Gemeinden in Stockholm kontaktieren, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Teil der Mission zu sein. Auch in Deutschland laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um diesen großen Auftrag zu bewältigen. Für ein kleines Missionswerk wie Bible for the Nations scheint es eine unmögliche Aufgabe zu sein, aber mit Gottes Hilfe ist wirklich alles möglich. Mit an unserer Seite stehen Die Bibelmission und viele deutsche Gemeinden.
Container mit Bibeln sind schon Unterwegs
Nachdem wir diesen Monat die Projektkosten des laufenden Kalenderjahres decken konnten, sind auch schon zwei neue Container voll mit Bibeln aus dem Druck in Japan unterwegs zu uns. Die Bibeln werden zuerst in Deutschland ankommen, wo einige Gemeinden sie verpacken werden, bevor sie nach Schweden transportiert werden.
In den kommenden Rundbriefen können Sie die Vorbereitungen für den großen Einsatz in Stockholm mitverfolgen. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns im Gebet einstehen und uns nach Möglichkeit finanziell für den Druck der Bibeln unterstützen.
Bitte bete mit für den Bibeleinsatz in Stockholm 2026.