Super Rally Polen

Im Juli durfte das Missionsteam Paulus einen Einsatz in Polen, Bydgoszcz mit drei weiteren Brüdern durchführen. Die Super Rally 2025 war das Ziel. Die Super Rally ist ein Biker Festival, jedes Jahr treffen sich tausende von Bikern aus ganz Europa. Überwiegend sind es Harley Davidson Enthusiasten. Alkohol, andere Drogen, laute Musik und noch lautere Motorräder sind in dieser Woche Alltag. Auch diesen Menschen wollen wir die Hoffnung bringen.
Die Truppe kam am Montagabend an. Gott hatte uns in eine Gemeinde geführt, die uns Räumlichkeiten, Duschen und eine Küche anboten. Diese Gemeinde hat unseren Blick auf Gastfreundschaft sehr geprägt. Da das Festival am Mittwoch begann, nutzten wir den Dienstag, um das Gelände auszukundschaften. 
Einzelne Biker waren schon vor Ort, dass konnten wir nutzen, um lange Gespräche zu führen und die ersten Biker Bibeln zu teilen. Mittwoch kam der Großteil der Festival Teilnehmer. Mit einem Tisch und einem Bollerwagen gefüllt mit neuen Testamenten ausgerüstet, fingen wir die die anreisenden ab.
Dieser Tag war sehr herausfordernd da es sehr heiß war und im Team im Laufe des Tages der Fokus der Liebe für diesen Dienst verflog. Ein wenig niedergeschlagen und müde, reflektierten wir den ersten Tag. Wir durften uns einander erbauen und unsere Herzen nochmal neu ausrichten.

„Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,“ – Philipper 3,13
Wir durften den Tag in Gott ruhen zu Ende gehen lassen und den Fokus auf den Donnerstag legen.
Morgens erbauten wir uns mit dem Philipper Brief und Gebet. Mit neuem Mut und einer spürbar großen Motivation zogen wir wieder zum Festival Gelände. Der Plan: einen Büchertisch vor dem Gelände. Es war eingezäunt und ohne Ticket hatten wir keine Möglichkeit das Gelände zu betreten. Die Menschen waren vor dem Gelände nicht offen für Gespräche. Wir suchten nach Lösungen den Tisch besser zu platzieren, die Menschen gezielter anzusprechen, aber wir fanden keinen richtigen Zugang. Das sinnvollste schien auf das Gelände zu kommen und dort den Büchertisch aufzubauen und dort den Raum für Gespräche zu schaffen. Wir beteten, ob wir durch einfaches Fragen bei der Security auf das Gelände kommen könnten. Drei von den fünf Jungs gingen los, um es auszuprobieren, die zwei anderen blieben beim Büchertisch. Auf wundersame Weise wurden wir ohne ein Ticket reingebeten und konnten mit erstmal wenigen Bibeln in den Händen auf dem Gelände mitten unter den Teilnehmern die gute Botschaft teilen. Nachdem die Bibeln ausgegangen waren, trafen wir uns wieder vor dem Gelände am Büchertisch, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir beteten und beschlossen unsere ganze Ausrüstung mit auf das Gelände zu nehmen. Wir zogen wieder auf das Gelände ohne, dass die Security irgendetwas sagte. Mit betreten des Geländes waren wir nun Teil des Geschehens. Viele prüfende Blicke, aber keiner forderte uns auf das Gelände zu verlassen. Und plötzlich waren wir von der Offenheit der Menschen überrascht. Die Menschen, die am Mittwoch keine Bibel haben wollten oder uns gar nicht beachteten, kamen auf uns zu mit Fragen und dem Wunsch nach einer Biker Bibel. Wir durften in persönlichen Gesprächen Zeugnis abgeben, das Evangelium verkünden und Gottes Wort verteilen. Wir bauten unseren Stand direkt im Hauptgeschehen auf, da wo es Essen gab, und die Musik gespielt wurde, dort war der Großteil der Menschen. Wir trafen einen Glaubensbruder, der ebenfalls unabhängig von uns einen offiziellen Stand hatte. Er versorgte uns mit Schutz vor der Sonne, Wasser, Essen und durch seine Kontakte bekamen wir auch offiziell die Erlaubnis ohne Ticket auf dem Gelände zu bleiben.
Insgesamt durften wir rund 500 neue Testamente weitergeben und lernen, wie Gebet erhört wird und das Gottes Wege allen Verstand übertreffen. Gott hatte uns fünf Jungs, die keinen Bezug zu dieser Szene hatten, alles gegeben, was wir brauchten, um an seinem Werk mitzuwirken, obwohl wir anfangs den Fokus für den Missionsbefehl verloren. Er will und kann jeden gebrauchen und befähigen!